Das letzte Seminar


War wie die Seminare davor super schön und thematisch wieder sehr spannend.
Dieses Mal haben wir uns vor allem mit dem Holocaust in Norwegen beschäftigt. Dafür haben wir, am ersten Tag, nochmal die Auswirkungen vom zweiten Weltkrieg in Norwegen  besprochen. Die darauffolgenden Tage hatten wir sehr viel Programm, welches immer in Oslo selber stattgefunden hat. Wir waren in Grini, welches ein Polizeihäftlingslager  für politische Gefangene zur Zeit des 2. Weltkrieges war. Ebenso hatten wir ein Gespräch mit einer Zeitzeugin, die uns berichtet hat, wie es ist mit einem, vom Krieg traumatisierten, Vater aufzuwachsen. Das Gespräch war sehr berührend, da sie es das erste Mal gemacht hat und sehr detailreich und mit viel Liebe über ihren Vater, dessen Geschichte und über ihre eigene Geschichte erzählt hat. Außerdem hatten wir, in Zusammenarbeit mit einer norwegischen Klasse, ein Seminar, in dem wir mehr über die Invasion der deutschen Armee in Norwegen gelernt haben. Was dabei sehr interessant war, dass in Norwegen häufig nur von dem Widerstand berichtet wird und nicht von den Mitläufern. Aber dieses „Phänomen“ kann man ja nicht nur in Norwegen betrachten. Der Abschluss des Seminares bestand aus einem Besuch bei einem Gottesdienst in einer Synagoge, welcher sehr interessant war und eine vollkommen neue Erfahrung für mich.
Da wir ein paar von den Freiwilligen nicht mehr sehen, da ihr Dienst früher endet, als unserer, hatte das ganze Seminar auch etwas Trauriges. Ich habe selbst sehr viel darüber nachgedacht, wie es für mich sein wird in weniger als 4 Monaten wieder nach Köln-Hause zu kommen, aber das ist noch ein ganz seltsames Gefühl und wird es bestimmt auch noch länger bleiben. Bis dahin freu ich mich immer wieder nach Kapp-Hause zu kommen.

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